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Linkshänder-Strickkurs

Stricken mit Links

aus dem Handarbeitsfrau.de Portal Stricken

eingestellt von Stephanie Riedl am (kein Datum gespeichert)

Linkshänder zu sein, ist in der heutigen Zeit kein Makel mehr! Viele berühmte Persönlichkeiten wie Bill Clinton, die Genies Albert Einstein und Leonardo da Vinci oder auch Filmlegende Marilyn Monroe zählen zu ihnen. Früher war das anders: Die linke Seite galt als schlecht und löste Aberglauben aus - denken Sie an Redensarten wie "eine ganz linke Tour"! Mit der linken Hand zu schreiben, galt als unnatürlich und wurde sogar verboten. Linkshänder wurden auf rechts getrimmt. Danach fühlten sie sich oft völlig "verdreht"! Aber viele Dingen gelingen eben nicht gleich mit "link" und man muß sie erst erlernen. So auch das Stricken mit "links

EINFACHER MASCHENANSCHLAG:
Er kann für alle Strickmusterarten angewandt werden. Die Länge des Anschlagfadens sollte bei feiner Wolle oder feinem Garn ca. 1 cm pro M. und bei stärkerer Wolle oder stärkerem Garn 1/2 bis 2 cm pro M. plus 20 cm Zugabe betragen. Bis Nadelstärke Nr. 3,5 wird der Maschenanschlag mit zwei Nadeln ausgeführt, um einen elastischen Rand zu erhalten. Bei größerer Nadelstärke reicht eine Nadel.

Abb. 1: Das Fadenende zwischen kleinem Finger und Ringfinger der rechten Hand von außen nach innen durchziehen, um den Zei­gefinger von innen nach außen und wieder nach innen legen und anschließend von links nach rechts von innen um den Daumen schlingen. Das Fadenende mit dem kleinen Finger und dem Ringfinger festhalten. Der Pfeil zeigt zum Fadenende.

Abb. 2: Die Arbeitsnadel in die linke Hand nehmen, von unten nach oben durch die Dau­menschlinge führen. Nun den vom Zeigefin­ger kommenden Faden von links nach rechts fassen, siehe Pfeil, durch die Daumen­schlinge holen. Die Schlinge vom Daumen gleiten lassen und mit dem Fadenende eine neue Daumenschlinge bilden, wobei die Anschlag-M. auf der Nadel mit straff angezogen wird, siehe Abb. 4

Abb. 3: Die beiden Arbeitsgänge „Schlinge durchholen und straffziehen" fort­laufend wiederholen, bis die gewünschte Maschenzahl erreicht ist, siehe Abb. 4.

RANDMASCHEN

Die erste und letzte M. einer R. wird als Rand-M. bezeichnet. Randmaschen bilden die seit­lichen Ränder eines Strickteils. Bis auf weni­ge Ausnahmen, z. B. bei Schals, sind sie nach der Fertigstellung des Modells in der Naht verschwunden.

Randmaschen werden stets zusätzlich ange­schlagen und unabhängig vom Grundmuster gestrickt, es gibt zwei Arten.

KETTENRAND

Abb. 5: Beim Kettenrand kommt auf 2 R. nur 1 Rand-M. Er eignet sich für jedes Muster, be­sonders für Patent- und Jacquardmuster. Die 1. M. von Hin- und Rück-R. wie zum Linksstr. abheben, der Arbeitsfaden liegt vor der M. Die letzte M. jeder R. rechts str.

Um ein gleichmäßiges Maschenbild zu erhalten, soll­te stets die M. nach der Rand-M. relativ fest und die M. vor der Rand-M. etwas lockerer gestrickt werden.

KNÖTCHENRAND Abb. 6: Der Knötchenrand ergibt einen festen Abschlußrand. Die 1. M. jeder R. wie zum Rechtsstr. abheben, der Arbeitsfaden liegt dabei hinter der Nadel. Die letzte M. jeder R. rechts stricken.

STRICKBEGINN:


Die Nadel mit den Anschlag-M. und den Arbeitsfaden in der rechten Hand halten. Der Faden läuft zwischen kleinem Finger und Ring finger hindurch und wird zweimal um den Zeigefinger geschlungen. Die beiden Grundma­schen = Rechts- und Links-M. sind Hauptbe­standteil jeder Strickarbeit. Die rechts ge­strickte M. erscheint auf der Rückseite als Links-M., die links gestrickte M. als Rechts-M.

RECHTS-MASCHE

Abb. 7: Bei der Rechts-M. liegt der Arbeitsfa­den stets hinter der Arbeit. Mit der linken Na­del von vorne nach hinten in das hintere Maschenglied der M. auf der rechten Nadel einstechen. Mit der linken Nadel den Arbeitsfaden vom Zeigefinger in Pfeilrichtung erfassen und die entstandene Schlinge auf die Vorderseite der Arbeit ziehen. Die neue M. liegt jetzt auf der linken Nadel. Die Vor-M. von der rechten Nadel gleiten lassen.

 LINKS-MASCHE Abb. 8: Bei der Links-M. liegt der Arbeitsfa­den stets vor der Arbeit, also vor der M. auf der rechten Nadel. Mit der linken Nadel in das vordere Maschenglied von links nach rechts bzw. hinten nach vorne einstechen, den Ar­beitsfaden erfassen und die entstandene Schlinge auf die Rückseite der Arbeit ziehen. Die neue M. liegt jetzt auf der linken Nadel, Vor-M. von der rechten Nadel gleiten lassen.

1 MASCHE RECHTS VERSCHRÄNKT

Abb. 9: Bei der rechts verschränkt gestrick­ten M. liegt der Arbeitsfaden stets hinter der Arbeit. Mit der linken Nadel von hinten nach vorne in das hintere Maschenglied der M. auf der rechten Nadel einstechen. Mit der linken Nadel den Arbeitsfaden vom Zeigefinger in Pfeilrichtung erfassen und die entstandene Schlinge auf die Vorderseite der Arbeit zie­hen. Die neue M. liegt jetzt auf der linken Na­del. Die Vor-M. von der rechten Nadel gleiten lassen. Die M. der Vor-R. wird verschränkt.

Den 2. Teil des Bilderstrickkurses gibt es in der nächsten Woche.

Eure Stephanie



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